An Den Flüssen Vorbei

Ich sass wie ein Marmorbild
und Hades kämmte mein Haar
mit einem Kamm aus Eisen und Affodill.

Ich sass wie ein Heiligenbild
und Demeter kämmte mein Haar
mit einem Kamm aus Krokus und Wasser.

Sie breiteten mein Haar auf beiden
Seiten meines Kerzen-Körpers aus, wie Flügel,
und liessen ihre Finger darüber gleiten
wie Ruder in schwarzen getrennten Flüssen.

Und Hades legte seine Hand auf mein Knie, und er sagte:

Du findest Ruhe hier
wo wir dich gebracht.

Und Demeters Arme berührten meine, und sie sagte:

Das Dunkel sollte nur
ein Gewässer sein, ruhig,
wo wir flüstern können
und niemand es hört.

Hell ist der Himmel und fest.

(nach Catherynne M. Valente: Past the Rivers)

by Wolfgang Steinmann

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Comments (1)

Not necessarily its conclusion but the strangeness of the actions and the objects plied by the characters make this poem pleasantly exotic. The unity of three is another pleasure.