In Your Shadow

Though fate has thrown distance between us,
In your shadow I still remain,
Your heart and mine now beat as one,
I breathe your air, I sense your pain

In your shadow I can feel your tears
Falling silently on my hand,
The fire that courses through your veins
Also sustains my heart's demand

In your shadow the air is sweeter,
Deeply I inhale love's perfume,
Resurrecting a hope long dead
That only your love could exhume

In your shadow my heart grows stronger,
Though I feared its demise was nigh,
It was broken, left in fragments,
Damaged.... but not ready to die

In your shadow I find my refuge
From the past's penetrating frost
That faded all my flowers of love,
Alas; the fragrance was not lost

In your shadow I know contentment,
Exiled dreams... just a memory,
At end of day I calmly wait
For your shadow to cover me

by Lora Colon

Comments (4)

Typos: foutainhead - should be fountainhead, reverance - should be reverence, th catkins - the catkins. I don't know, maybe you are typing deliberate mistakes to avoid copyright issues?
The 'finale': German/Italian text: _________________________ Doch der Tote muss fort, und schweigend bringt ihn die ältere Klage bis an die Talschlucht, wo es schimmert im Mondschein: die Quelle der Freude. In Ehrfurcht nennt sie sie, sagt: - Bei den Menschen ist sie ein tragender Strom. – Stehn am Fuß des Gebirgs. Und da umarmt sie ihn, weinend. Einsam steigt er dahin, in die Berge des Ur-Leids. Und nicht einmal sein Schritt klingt aus dem tonlosen Los. Aber erweckten sie uns, die unendlich Toten, ein Gleichnis, siehe, sie zeigten vielleicht auf die Kätzchen der leeren Hasel, die hängenden, oder meinten den Regen, der fällt auf dunkles Erdreich im Frühjahr. - Und wir, die an steigendes Glück denken, empfänden die Rührung, die uns beinah bestürzt, wenn ein Glückliches fällt. (Rainer Maria Rilke, entworfen 1912/13, beendet 11.2.1922, Duino, Paris) _________________________ Ma il morto deve andare, e tacendo l’antica Lamentazione lo porta fino alla gola della valle, dove nella luce lunare scintilla: la sorgente della gioia. In adorazione ella la nomina, dice: - Tra gli uomini ella è una corrente che trasporta.- Sono ai piedi del monte, ed ella là lo abbraccia, piangente. Solo sale, sui monti del primigenio dolore E non soltanto una volta il suo passo risuona del Destino senza suono. Ma se essi, gli infinitamente morti, potessero ridestare in noi Un’ immagine, vedi, essi indicherebbero forse gli amenti del vuoto nocciolo, quelli pendenti, o suggerirebbero la pioggia, che cade sullo scuro regno della terra a primavera. – E noi, che pensiamo alla elevata felicità, sentiremmo la commozione, che quasi ci sconcerta, quando una cosa felice cade. (Rainer Maria Rilke, progettata 1912/13, finita 11 febbraio 1922, Parigi)
OPENING VERSE OF THE 10th Elegy, GERMAN / ITALIAN: Die zehnte Elegie Dass ich dereinst, an dem Ausgang der grimmigen Einsicht, Jubel und Ruhm aufsinge zustimmenden Engeln. Dass von den klar geschlagenen Hämmern des Herzens keiner versage an weichen, zweifelnden oder reißenden Saiten. Dass mich mein strömendes Antlitz glänzender mache; dass das unscheinbare Weinen blühe. O wie werdet ihr dann, Nächte, mir lieb sein, gehärmte. Dass ich euch knieender nicht, untröstliche Schwestern, hinnahm, nicht in euer gelöstes Haar mich gelöster ergab. Wir, Vergeuder der Schmerzen. Wie wir sie absehn voraus, in die traurige Dauer, ob sie nicht enden vielleicht. Sie aber sind ja unser winterwähriges Laub, unser dunkeles Sinngrün, eine der Zeiten des heimlichen Jahres -, nicht nur Zeit -, sind Stelle, Siedelung, Lager, Boden, Wohnort. - - - - - - - - - - - La decima elegia - - - - - - - - - - - - - Che io, una volta fuggito da feroce visione, elevi canto di gloria e giubilo in accordo agli angeli. Che dai martelli del cuori chiaramente percossi Nessuno fallisca sulle fragili, incerte, lacerabili Corde. Che a me il volto inondato si faccia fulgente; che il pianto appena visibile sia in fiore. Oh notti, come a me sarete dilette, voi addolorate. Che io non v’accettai genuflesso, inconsolabili sorelle, nelle vostre sciolte chiome non mi smarrisca. Noi, dissipatori di dolori. Come noi prevediamo, nel triste durare, se essi forse finiscono. Ma essi sono certamente il nostro vero fogliame invernale, il nostro scuro sempreverde, uno delle epoche dell’anno segreto-, non solo tempo-, sono luoghi, posto, giaciglio, terra, dimora.
GERMAN TEXT: Die zehnte Elegie - - 10th Elegy: Dass ich dereinst, an dem Ausgang der grimmigen Einsicht, Jubel und Ruhm aufsinge zustimmenden Engeln. dass von den klar geschlagenen Hämmern des Herzens keiner versage an weichen, zweifelnden oder reißenden Saiten. dass mich mein strömendes Antlitz glänzender mache; dass das unscheinbare Weinen blühe. O wie werdet ihr dann, Nächte, mir lieb sein, gehärmte. dass ich euch knieender nicht, untröstliche Schwestern, hinnahm, nicht in euer gelöstes Haar mich gelöster ergab. Wir, Vergeuder der Schmerzen. Wie wir sie absehn voraus, in die traurige Dauer, ob sie nicht enden vielleicht. Sie aber sind ja unser winterwähriges Laub, unser dunkeles Sinngrün, eine der Zeiten des heimlichen Jahres -, nicht nur Zeit -, sind Stelle, Siedelung, Lager, Boden, Wohnort. Freilich, wehe, wie fremd sind die Gassen der Leid-Stadt, wo in der falschen, aus Übertönung gemachten Stille, stark, aus der Gussform des Leeren der Ausguss prahlt: der vergoldete Lärm, das platzende Denkmal. O, wie spurlos zerträte ein Engel ihnen den Trostmarkt, den die Kirche begrenzt, ihre fertig gekaufte: reinlich und zu und enttäuscht wie ein Postamt am Sonntag. Draußen aber kräuseln sich immer die Ränder von Jahrmarkt. Schaukeln der Freiheit! Taucher und Gaukler des Eifers! Und des behübschten Glücks figürliche Schießstatt, wo es zappelt von Ziel und sich blechern benimmt, wenn ein Geschickterer trifft. Von Beifall zu Zufall taumelt er weiter; denn Buden jeglicher Neugier werben, trommeln und plärrn. Für Erwachsene aber ist noch besonders zu sehn, wie das Geld sich vermehrt, anatomisch, nicht zur Belustigung nur: der Geschlechtsteil des Gelds, alles, das Ganze, der Vorgang -, das unterrichtet und macht fruchtbar......... .... Oh aber gleich darüber hinaus, hinter der letzten Planke, beklebt mit Plakaten des ]Todlos[, jenes bitteren Biers, das den Trinkenden süß scheint, wenn sie immer dazu frische Zerstreuungen kaun..., gleich im Rücken der Planke, gleich dahinter, ists wirklich. Kinder spielen, und Liebende halten einander, - abseits, ernst, im ärmlichen Gras, und Hunde haben Natur. Weiter noch zieht es den Jüngling; vielleicht, dass er eine junge Klage liebt..... Hinter ihr her kommt er in Wiesen. Sie sagt: - Weit. Wir wohnen dort draußen.... Wo? Und der Jüngling folgt. Ihn rührt ihre Haltung. Die Schulter, der Hals -, vielleicht ist sie von herrlicher Herkunft. Aber er lät sie, kehrt um, wendet sich, winkt... Was solls? Sie ist eine Klage. Nur die jungen Toten, im ersten Zustand zeitlosen Gleichmuts, dem der Entwöhnung, folgen ihr liebend. Mädchen wartet sie ab und befreundet sie. Zeigt ihnen leise, was sie an sich hat. Perlen des Leids und die feinen Schleier der Duldung. - Mit Jünglingen geht sie schweigend. Aber dort, wo sie wohnen, im Tal, der Älteren eine, der Klagen, nimmt sich des Jünglings an, wenn er fragt: - Wir waren, sagt sie, ein Großes Geschlecht, einmal, wir Klagen. Die Väter trieben den Bergbau dort in dem großen Gebirg; bei Menschen findest du manchmal ein Stück geschliffenes Ur-Leid oder, aus altem Vulkan, schlackig versteinerten Zorn. Ja, der stammte von dort. Einst waren wir reich. - Und sie leitet ihn leicht durch die weite Landschaft der Klagen, zeigt ihm die Säulen der Tempel oder die Trümmer jener Burgen, von wo Klage-Fürsten das Land einstens weise beherrscht. Zeigt ihm die hohen Tränenbäume und Felder blühender Wehmut, (Lebendige kennen sie nur als sanftes Blattwerk): zeigt ihm die Tiere der Trauer, weidend, - und manchmal schreckt ein Vogel und zieht, flach ihnen fliegend durchs Aufschaun, weithin das schriftliche Bild seines vereinsamten Schreis. - Abends führt sie ihn hin zu den Gräbern der Alten aus dem Klage-Geschlecht, den Sibyllen und Warn-Herrn. Naht aber Nacht, so wandeln sie leiser, und bald mondets empor, das über Alles wachende Grab-Mal. Brüderlich jenem am Nil, der erhabene Sphinx -: der verschwiegenen Kammer Antlitz. Und sie staunen dem krönlichen Haupt, das für immer, schweigend, der Menschen Gesicht auf die Waage der Sterne gelegt. Nicht erfasst es sein Blick, im Frühtod schwindelnd. Aber ihr Schaun, hinter dem Pschent-Rand hervor, scheucht es die Eule. Und sie, streifend im langsamen Abstrich die Wange entlang, jene der reifesten Rundung, zeichnet weich in das neue Totengehör, über ein doppelt aufgeschlagenes Blatt, den unbeschreiblichen Umriss. Und höher, die Sterne. Neue. Die Sterne des Leidlands. Langsam nennt sie die Klage: - Hier, siehe: den Reiter, den Stab, und das vollere Sternbild nennen sie: Fruchtkranz. Dann, weiter, dem Pol zu: Wiege; Weg; Das Brennende Buch; Puppe; Fenster. Aber im südlichen Himmel, rein wie im Innern einer gesegneten Hand, das klar erglänzende ]M[, das die Mütter bedeutet...... - Doch der Tote muss fort, und schweigend bringt ihn die ältere Klage bis an die Talschlucht, wo es schimmert im Mondschein: die Quelle der Freude. In Ehrfurcht nennt sie sie, sagt: - Bei den Menschen ist sie ein tragender Strom. - Stehn am Fuß des Gebirgs. Und da umarmt sie ihn, weinend. Einsam steigt er dahin, in die Berge des Ur-Leids. Und nicht einmal sein Schritt klingt aus dem tonlosen Los. Aber erweckten sie uns, die unendlich Toten, ein Gleichnis, siehe, sie zeigten vielleicht auf die Kätzchen der leeren Hasel, die hängenden, oder meinten den Regen, der fällt auf dunkles Erdreich im Frühjahr. - Und wir, die an steigendes Glück denken, empfänden die Rührung, die uns beinah bestürzt, wenn ein Glückliches fällt. - (Rainer Maria Rilke, entworfen 1912/13, beendet 11.2.1922, Duino, Paris)