Es Ist Alles Eitel

Poem By Andreas Gryphius

Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden.
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein;
Wo jetzund Städte stehn, wird eine Wiese sein,
Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden;

Was jetzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden;
Was jetzt so pocht und trotzt, ist morgen Asch und Bein;
Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein.
Jetzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.

Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch, bestehn?
Ach, was ist alles dies, was wir für köstlich achten,

Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind,
Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind't!
Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten.


The Vanity of This World

Look anywhere you will, the Earth is empty show.
What someone builds today, another soon tears down;
Where now a city stands will be a grassy mound,
A place that only shepherds grazing their flocks will know.

What blooms so fair at daybreak, by noon is trampled low;
What bravely struts and strives soon turns to ash and bone;
No substance lasts forever, no brass, no polished stone.
One moment fortune smiles, the next brings bitter woe.

Tales of our mighty deeds like dreams must fade away.
How then should Man—Time's plaything—ever hope to stay?
Oh think, what are those objects we prize beyond compare,

Mere shadows, dust, and wind—all worthless, false and vain;
Field flowers glimpsed in passing and never seen again!
For that which is immortal, no man seems to care.

Comments about Es Ist Alles Eitel

I appreciate your translation, a lot, but the German part of your video is just awful, and I'm honestly sorry (the software doesn't really understand it)


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